Kurzantwort: Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Fachbegriffe rund um japanischen Matcha, Kollagen und Nahrungsergänzung – kompakt, sachlich und ohne Werbeversprechen. Ideal zum Nachschlagen, mit Links zu vertiefenden Artikeln im Wissenshub.

Matcha & japanischer Tee

Matcha

Fein vermahlenes Pulver aus beschatteten Grünteeblättern (Tencha). Anders als bei Blatttee wird beim Matcha das ganze Blatt konsumiert. Traditionell in Japan mit heißem Wasser aufgeschlagen.

Tencha

Das beschattete, gedämpfte und getrocknete Teeblatt, aus dem Matcha gemahlen wird. Die Beschattung vor der Ernte erhöht den Gehalt an Chlorophyll und Aminosäuren wie L-Theanin.

L-Theanin

Eine in Teeblättern natürlich vorkommende Aminosäure. Sie prägt den charakteristischen Umami-Geschmack von beschattetem Grüntee; ihr Gehalt steigt durch die Beschattung vor der Ernte. Eine gesundheitsbezogene Angabe ist für L-Theanin in der EU nicht zugelassen – der Begriff wird hier rein geschmacklich-botanisch eingeordnet.

Ceremonial Grade

Die für den puren Genuss mit Wasser vorgesehene Güteklasse von Matcha. Typisch: milder, umamireicher Geschmack und leuchtend grüne Farbe. Mehr dazu: Ceremonial vs. Culinary Matcha.

Culinary Grade

Kräftigere, preisgünstigere Matcha-Qualität für Matcha Latte, Smoothies und zum Backen – robust genug, um sich gegen Milch und andere Zutaten durchzusetzen.

Single Cultivar

Matcha aus einer einzigen Teepflanzensorte (statt eines Blends). Zeigt den Charakter der Sorte unverfälscht. Mehr: Single Cultivar Matcha.

Saemidori

Ein japanischer Tee-Cultivar, bekannt für leuchtend grüne Farbe, milde Süße und ausgeprägtes Umami. Grundlage unseres Ceremonial Matcha aus Yame. Mehr: Saemidori Matcha.

Ichibancha (First Harvest)

Die erste Ernte des Jahres (Frühjahr). Die jungen Blätter gelten als besonders fein und nährstoffreich. Mehr: First Harvest Matcha.

Usucha

„Dünner Tee" – die gängige Zubereitung: 1–2 g Matcha auf 60–80 ml Wasser, schaumig geschlagen.

Koicha

„Dicker Tee" – konzentrierte Zubereitung mit mehr Pulver und weniger Wasser, traditionell für hochwertige Ceremonial-Qualitäten der Teezeremonie.

Chasen

Bambusbesen zum Aufschlagen von Matcha. Alternativen: elektrischer Milchaufschäumer oder Shaker. Anleitung: Matcha richtig zubereiten.

Chawan

Traditionelle japanische Teeschale, in der Matcha aufgeschlagen und getrunken wird.

Uji

Traditionsreiche Teeregion bei Kyoto, Japan – seit Jahrhunderten bekannt für hochwertigen Grüntee und Matcha. Herkunft unseres Culinary Grade.

Yame

Renommierte Teeregion in der Präfektur Fukuoka, Japan – bekannt für beschattete Premium-Tees. Herkunft unseres Saemidori Ceremonial Matcha. Vergleich: Yame vs. Uji Matcha.

Pflanzenextrakte & Vitalpilze

Ashwagandha (Withania somnifera)

Auch Schlafbeere oder Winterkirsche genannt – eine Pflanze mit langer Tradition im Ayurveda. In Nahrungsergänzungsmitteln wird meist ein Extrakt der Wurzel verwendet. Mehr: Ashwagandha KSM-66 erklärt.

Adaptogen

Ein traditioneller, nicht rechtlich geschützter Sammelbegriff für Pflanzen, die in überlieferten Anwendungssystemen wie dem Ayurveda eine Rolle spielen. In der EU ist „Adaptogen“ keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe – der Begriff beschreibt eine Traditionszuordnung, keine belegte Wirkung.

KSM-66®

Ein markengeschützter Ashwagandha-Wurzelextrakt, der ausschließlich aus der Wurzel gewonnen und auf Withanolide standardisiert wird. Mehr: Was ist KSM-66?

Standardisierter Extrakt

Ein Pflanzenextrakt, der auf einen definierten Gehalt einer charakteristischen Markersubstanz eingestellt ist (z. B. Withanolide bei Ashwagandha). Die Prozentangabe ist ein analytischer Spezifikationswert zur Chargenvergleichbarkeit – keine Wirkungsaussage. Vergleich: KSM-66 vs. Sensoril.

Withanolide

Natürlich vorkommende sekundäre Pflanzenstoffe der Ashwagandha-Pflanze; dienen bei Extrakten als Standardisierungs- und Qualitätsmerkmal.

Lion's Mane (Hericium erinaceus)

Auch Igelstachelbart genannt – ein Speise- und Vitalpilz mit langer Verwendungstradition in Ostasien. Mehr: Lion's Mane: Herkunft & Qualität.

Fruchtkörper

Der sichtbare, oberirdische Teil eines Pilzes. Extrakte aus dem Fruchtkörper gelten als Qualitätsmerkmal gegenüber Myzel-Pulvern. Mehr: Fruchtkörper vs. Myzel.

Myzel

Das unterirdische Wurzelgeflecht eines Pilzes. Myzel-Produkte enthalten oft Anteile des Nährsubstrats – ein wichtiger Unterschied bei der Qualitätsbewertung.

Beta-Glucane

Mehrfachzucker (Polysaccharide), die in Zellwänden von Pilzen und Getreide vorkommen. Bei Pilzextrakten dienen sie häufig als analytisches Qualitätsmerkmal, weil ihr Gehalt zwischen Fruchtkörper- und Myzelmaterial deutlich variiert. Mehr: Lion's Mane Dosierung.

Extraktverhältnis (z. B. 8:1)

Gibt an, wie stark Rohmaterial zu Extrakt konzentriert wurde: Bei einem 8:1-Extrakt entsprechen rechnerisch 8 Teile Rohstoff einem Teil Extrakt. Ein höheres Verhältnis bedeutet meist eine geringere benötigte mg-Menge.

Kollagen & Beauty-Nährstoffe

Kollagen

Das häufigste Strukturprotein des menschlichen Körpers, natürlicher Bestandteil von Haut und Bindegewebe. Die körpereigene Produktion nimmt mit dem Alter ab. Mehr: Kollagen verstehen.

Kollagenpeptide (hydrolysiertes Kollagen)

Enzymatisch in kleine Bruchstücke zerlegtes Kollagen. Die Hydrolyse macht das Protein gut löslich in Flüssigkeiten.

Hydrolyse

Ein Verfahren, bei dem lange Molekülketten – etwa Proteine wie Kollagen – unter Einsatz von Wasser und Enzymen in kleinere Bruchstücke (Peptide) gespalten werden. „Hydrolysiert“ auf einem Etikett bedeutet also: in kleinere, besser lösliche Einheiten zerlegt.

Kollagen-Typen I–V

Kollagen kommt im Körper in verschiedenen Typen vor: Typ I (u. a. Haut, Knochen), Typ II (Knorpel), Typ III (Bindegewebe) und Typ V (u. a. Zellstrukturen). Mehr: Kollagen-Typen im Überblick.

Hyaluronsäure

Ein natürlich im Körper vorkommendes Molekül, das große Mengen Wasser binden kann; Bestandteil von Haut und Gelenkflüssigkeit. Mehr: Hyaluronsäure und Kollagen.

Biotin

Ein wasserlösliches B-Vitamin (B7). Biotin trägt zur Erhaltung normaler Haut und Haare bei (zugelassene Angabe). Mehr: Biotin für Haut und Haare.

Omega-7 (Palmitoleinsäure)

Eine seltene einfach ungesättigte Fettsäure. Sanddornöl ist eine der wenigen pflanzlichen Quellen. Mehr: Was ist Omega-7?

Sanddorn

Strauch mit orangen Beeren, dessen Öl reich an Omega-7 ist – traditionell entlang der historischen Seidenstraße verbreitet. Mehr: Sanddorn & Omega-7.

Qualität & Recht

Health Claims (EU)

In der EU dürfen für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel nur von der EFSA geprüfte und zugelassene gesundheitsbezogene Angaben verwendet werden (Verordnung (EG) Nr. 1924/2006). Wir formulieren entsprechend zurückhaltend und rein beschreibend, wo keine zugelassenen Angaben existieren.

Botanicals

Sammelbegriff für pflanzliche Zutaten und Extrakte in Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln (z. B. Ashwagandha, Ginseng, Sanddorn, Vitalpilze). Für die meisten Botanicals sind in der EU derzeit keine gesundheitsbezogenen Angaben zugelassen; sie dürfen deshalb nur beschreibend dargestellt werden.

GPSR (General Product Safety Regulation)

Die EU-Produktsicherheitsverordnung (EU) 2023/988. Sie verlangt unter anderem, dass für jedes in der EU angebotene Produkt ein verantwortlicher Wirtschaftsakteur mit Anschrift benannt wird. Bei uns ist das die Isfort Handels UG (haftungsbeschränkt), München – nachzulesen auf jeder Produktseite.

Chargenprüfung

Prüfung eines Produkts nicht pauschal, sondern je Produktionscharge. Ein Prüfbericht gilt daher immer für eine konkrete Chargennummer – diese steht auf der Verpackung. Details: Qualität & Laborprüfung.

Laborgeprüft

Unsere Produkte werden chargenweise durch unabhängige Labore auf Reinheit und mikrobiologische Sicherheit geprüft. Mehr zu unseren Qualitätsstandards: Qualität & Laborprüfung und Über uns.